Auswahl eines Content Management Systems
2. Zusammenfassung *
Der Erfolg bei der Einführung eines Content Management Systems führt über die klare Feststellung zwingender, möglichst langfristiger Anforderungen, einem starken organisatorischen Prozess und verlässlicher Partner.
Der Einsatz eines CMS ist dann sinnvoll, wenn mehrere der folgenden Punkte gegeben sind:
- Es bestehen große Mengen an zu publizierenden Informationen aus
- unterschiedlichen Bereichen eines Unternehmens.
- Die bereitgestellten Informationen sollen möglichst aktuell sein oder nur innerhalb bestimmter Zeiträume erscheinen.
- Derselbe Inhalt soll in verschiedenen Layouts, Medien, Technologien oder Sprachen publiziert werden können (Cross Media Publishing, Cross Portal Publishing, Multilingualität, Mandantenfähigkeit).
- Inhalte sollen mit Partnern ausgetauscht werden (Content Syndication).
- Informationen sollen leicht ergänzt und geändert oder angepasst werden können.
- Informationen werden von einer relativ großen Gruppe von Redakteuren und Autoren, möglicherweise allen Mitarbeitern (Intranet) dezentral erfasst und verwaltet.
- Die Website soll benutzer- oder benutzergruppenspezifisch angepasste Seiten dynamisch erzeugen (Personalisierung, Rollenkonzepte, Targeting, Zugriffsrechte).
- Es sind externe Anwendungen wie ERP (Enterprise Ressource Planning, Warenwirtschaftssysteme), CRM (Customer Relationship Managagement Systeme, Kundenbeziehungs-Management) einzubinden (EAI = Enterprise Application Integration).
- Die Qualitätskontrolle (CI/CD) soll über interne Workflows (z.B. Vier-Augen-Prinzip) sichergestellt werden.
Auch das CMS hat den Unternehmenszielen zu dienen, z.B. durch Kunden-, Partner bzw. Mitarbeiterbindung. Die Bereitstellung von Content muss als Teil einer Prozesskette der entstehenden eBusiness-Infrastruktur (eCommerce, eCRM, eSCM, Knowledge-Management) gesehen werden. Der Einsatz soll wertvolle Informationen über die Zielgruppe liefern. Keinesfalls sollen also Informationen nur in eine Richtung - von Ihnen zum Besucher - fließen. Internet ist keine Präsentationsplattform, kein "Powerpoint". Internet ist die Infrastruktur für Ihre Geschäftsprozesse.
Aus mittel- oder langfristiger Perspektive können mit Hilfe eines geeigneten CMS umfangreiche Websites mit hoher Funktionalität kostengünstig betrieben werden, was bei konsequenter Implementierung und Nutzung zu einem mehrfachen Payback der notwendigen Investitionen führt (Return Of Investment = ROI). Generell ergeben sich durch den Einsatz eines CMS für den Betrieb einer Website folgende Vorteile:
- Trennung von Inhalt und Struktur / Gestaltung der Website.
- Redakteure und Autoren benötigen keine Programmierkenntnisse und können sich dadurch auf ihre eigentliche Kompetenz konzentrieren. Dies hat eine
- Verbesserung der Qualität und
- die Beteiligung einer größeren Anzahl von Redakteuren zur Folge.
- Einzelne Informationselemente können einmal erfasst und in verschiedene Darstellungsformen eingebunden werden.
- Arbeitsabläufe im Publishingprozess sind automatisiert und nachvollziehbar.
- Standards und offene Schnittstellen ermöglichen die Erweiterungen des Systems durch externe Datenquellen und Anwendungen.
- Es besteht eine Kontrolle über die Nutzung der Information.
Die Evaluierung eines CMS hängt eng mit Struktur und Inhalten der zu verwaltenden Website, den zu erreichenden Zielen und den sich daraus ergebenden technischen Anforderungen zusammen. Nur eine sorgfältige Analyse des Ist-Zustands, des Wettbewerbs und der geplanten Entwicklungen in Abstimmung mit den Funktionalitäten eines CMS sowie der organisatorischen Rahmenbedingungen führt zu einer signifikanten Einsparung von Ressourcen bzw. zu einem nachhaltigen Gewinn in Bezug auf Aktualität und Qualität der veröffentlichten Inhalte.
Der Erfolg bei der Einführung eines Content Management Systems führt über die klare Feststellung zwingender, möglichst langfristiger Anforderungen, einem starken organisatorischen Prozess und verlässlicher Partner.