Der Markt für Content Management Systeme ist sehr dynamisch und unübersichtlich. Immer mehr Softwarehersteller bieten Systeme in unterschiedlichsten Formen und immer neueren Versionen an. Anders als beispielsweise bei Warenwirtschaftssystemen gibt es keine klare Marktführerschaft über alle Anforderungen hinweg. Die Wahl eines marktführenden Systems ist also kein Garant für einen Projekterfolg. Während marktführende Systeme oft historisch bedingt Technologiemix anbieten (z.B aufgrund von Kompatibilitäten, Allianzen oder Firmenübernahmen), erscheinen mit neuen Technologien auch immer wieder neue Anbieter am Markt.
Die vorhandenen CMS lassen sich grundsätzlich in fünf verschiedene Kategorien einteilen:
- Content Lifecycle Anwendungen
- Publishing Lösungen
- HTML-Anwendungen
- Agenturlösungen
- und andere Produkte mit CMS-Teilfunktionalität.
Diese Einteilung soll Anhaltspunkte für die Auswahl eines geeigneten Content Management Systems bieten. Die Möglichkeit, den gesamten Prozess der Informationsverwaltung (Content Lifecycle) abzubilden, wird von den Lösungen der einzelnen Kategorien unterschiedlich stark berücksichtigt. Am oberen Ende der Skala stehen die Content Lifecycle Anwendungen, welche den gesamten Prozess abbilden und über dazugehörige Funktionalitäten verfügen. Am wenigsten umfangreich werden diese Prozesse bei reinen HTML-Anwendungen abgebildet. Zu beachten ist jedoch, dass die Lösungen mehrdimensionale Qualitätskriterien aufweisen, die nicht auf einer einfachen Skala abgebildet werden können. Also ist ein detaillierter Evaluationsprozess notwendig, auf den später noch eingegangen wird.